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Mein Name ist Astrid Gebhard, ich bin 1964 in Schongau geboren. Zusammen mit meiner Familie lebe ich in Hohenpeißenberg, etwa 60 Kilometer südlich von München. Außer mit meinem Mann Stefan, meinen beiden Töchtern Helena und Lorena, wohne ich mit zahlreichen Tieren wie Vögeln, Hasen, Meerschweinen und natürlich auch Hunden zusammen.
Schon von Kindesbeinen an war mein Leben von und mit Hunden geprägt. Anfangs mit ”Leihhunden” aus der Nachbarschaft, die von mir gepflegt und ausgeführt oder manchmal sogar neu vermittelt wurden. So kam es, dass ich schnell den Ruf als “Hundemama” weg hatte und Erfahrung sammeln konnte mit den unterschiedlichsten Rassen und Hundetypen, was mir heute in der Ausbildung zugute kommt. Später folgte dann mein erster eigener Hund, Dunja, eine kleine Deutsch Stichelhaar Hündin. Als Jagdhund war Dunja sehr anspruchsvoll und forderte ein hohes Maß an Zeit und Einfallsreichtum. Da wir keine Jäger sind, mussten wir uns andere Beschäftigungen für sie einfallen lassen, damit sie ausgelastet war. Seit dieser Zeit begleiteten mich die unterschiedlichsten Hunde mit ebenso unterschiedlichem Charakteren und Bedürfnissen. Derzeit leben drei Malinois in unserem Haus: Kira, Biene und Hombre (Meine Hunde).
Philosophie:
Die meisten Menschen möchten einen Familienhund, der, wie der Name ja schon sagt, mit in die Familie integriert wird. Solch ein Hund muss viele gute Eigenschaften besitzen. Er soll im Haus möglichst ruhig und nicht umtriebig sein. Allerdings muss er schon wachsam sein und wenn es an der Türe klingelt, darf er auch mal bellen. Natürlich nicht zu lange, denn das könnte ja die Nachbarn stören. Er soll zum Spielen aufgelegt sein, wenn wir es erwarten und kinderlieb muss er sein. Wenn wir Menschen ihn Gassi führen, sollte er schön an der Leine gehen und darf nicht ziehen. Wenn wir ihn frei laufen lassen, so muss er natürlich bei Zuruf sofort kommen. Er sollte nicht mit anderen Hunden raufen und keine Menschen anspringen, zumindest dann nicht, wenn seine Pfoten schmutzig sind.
Wir erwarten schon viel von unseren Hunden. Sollte es nicht umgekehrt genau so sein? Hat ein Hund nicht auch das Recht darauf erwarten zu dürfen, dass man ihn Hund sein lässt?
Was ich damit sagen will ist, man kann einem Hund Vieles beibringen, insofern er versteht, was wir von ihm wollen und wenn er seinem Wesen entsprechend bei uns leben darf. Wenn ich mir einen speziell für die Jagd gezüchteten Hund kaufe, kann ich diesen natürlich bis zu einem gewissen Punkt erziehen, brauche mich aber nicht zu wundern, dass er, sobald er von der Leine gelassen wird, seine eigenen Wege geht. Er macht das, was er braucht und wofür er gezüchtet wurde. Wenn ich es schaffe, dieses Verhalten zu unterbinden, dem Hund aber keinen dementsprechenden Ersatz bieten kann, so habe ich im besten Falle einen unausgeglichenen, unglücklichen Hund. Viele dieser Tiere werden jedoch versuchen sich anderweitig zu befriedigen, indem sie zum Beispiel anfangen Dinge kaputt zu beissen, ständig zu bellen, abzuhauen wann immer es ihnen möglich ist usw... Immer wieder erlebe ich es, dass genau solche Hunde dann im Tierheim landen, da die Besitzer nicht mehr mit ihnen zurechtkommen und die Lust auf solch einen Hund verloren haben.
Meiner Meinung nach, sollte man sich einen Hund nicht nach dem äußeren Erscheinungsbild aussuchen, sondern nach Kriterien seines Wesens und seinen Bedürfnissen.
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